1978 Malczyk Schles.Kaleidoskop Small

5.10.2021 – 31.01.2022 , 18:00 Uhr

Vernissage der Ausstellung: Schlesisches Kaleidoskop 1919-2018. 100 Porträtfotos von Grzegorz Lityński

Deutsches Polen-Institut, Residenzschloss, Marktplatz 15, 64283 Darmstadt

Veranstalter: Bund der Vertriebenen Hessen, Jüdische Gemeinde Wiesbaden in Zusammenarbeit mit DPI

Vernissage der Ausstellung Schlesisches Kaleidoskop 1919-2018. 100 Porträtfotos von Grzegorz Lityński

Ausstellung im Deutschen Polen-Institut im Rahmen des Jahresthemas „Oberschlesien“

Öffnungszeiten Mo-Do 10-16 Uhr / Fr 10-13 Uhr

 

 

Schlesien ist eine außergewöhnliche Region in Europa. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet zu einem Schmelztiegel verschiedener Bevölkerungsgruppen. Und auch heute, mehr als 75 Jahre nach Kriegsende, kann man die Vielfalt dieses Landes spüren. Die in Darmstadt präsentierte Ausstellung will die Vielfalt der Menschen aus Schlesien einfangen.

Das Konzept dieses Fotoprojekts war es, aus jedem Jahrgang zwischen 1919 und 2018 eine mit der Region verbundene Person festzuhalten. Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten, deren Leistungen wenig bekannt sind oder in Vergessenheit zu geraten drohen. An dem Projekt waren Künstler, Wissenschaftler, Kulturschaffende, Sportler, Sozialarbeiter, Journalisten, Aussiedler, Lehrer, Schüler und Studenten beteiligt – allesamt Zeitzeugen, Enthusiasten, Liebhaber, Träumer, Bastler, Menschen der Tat. Jede Person „vertritt“ ein anderes Thema, eine andere Fragestellung oder Tätigkeit. Das Projekt zeigt, dass in allen Altersgruppen außergewöhnliche Geschichten schlummern, die erzählt werden wollen.

„Das Schlesische Kaleidoskop“ ist auch ein Anlass, um wichtige Fakten aus der jüngsten Geschichte in Erinnerung zu rufen ("Zeugen der Geschichte"), um die letzten lebenden Menschen zu würdigen, die sich an den Zweiten Weltkrieg, aber auch an die stalinistische Zeit oder an die Verbrechen des Kriegsrechts, erinnern.

„Das Schlesische Kaleidoskop“ ist ein Projekt von Grzegorz Lityński (Breslau/Wrocław) und wird seit 2016 durchgeführt. Seine Realisierung erforderte fast 200 Fotositzungen, mehrere tausend Kilometer Autofahrt und eine mühsame Suche nach Menschen, die zum Projekt passen. Auszüge aus dem Projekt wurden im Jahrbuch Polen 2021 Oberschlesien publiziert.
Lityński ist Dokumentarfotograf und derzeit als Leiter des Aufbaustudiums der Reise-, Reportage- und Dokumentarfotografie an der Technischen Hochschule in Kattowitz tätig. Zurzeit arbeitet Lityński an Dokumentarprojekten in Polen, Deutschland und den Vereinigten Staaten.

www.deutschen-polen-institut.de/jahresthema