3.11. – 3.09.2021 , 18:30 Uhr

Juden in Oberschlesien. Eine literarische und historische Spurensuche mit Julia Röttjer und Andrzej Kaluza

Haus der Heimat, Friedrichstraße 35, 65185 Wiesbaden

Veranstalter: Bund der Vertriebenen Hessen, Jüdische Gemeinde Wiesbaden in Zusammenarbeit mit DPI

Die industriell geprägte Region Oberschlesien wird nicht vordergründig mit Juden in Verbindung gebracht. Allerdings gab es in fast jeder größeren Stadt (Gleiwitz, Beuthen, Kattowitz) vor dem Zweiten Weltkrieg eine aktive jüdische Gemeinde mit einer repräsentativen Synagoge. An die Geschichte der Juden erinnert dort heute ein Museum, das kürzlich im ehemaligen Tahara-Haus am Jüdischen Friedhof in Gleiwitz errichtet wurde.

 

 

 Julia Röttjer und Andrzej Kaluza sind Redakteure des vom Deutschen Polen-Institut herausgegebenen "Jahrbuch Polen", das 2021 Oberschlesien gewidmet ist, und das sich in mehreren Beiträgen mit Juden und jüdischen Leben in der Region beschäftigt. Sie sprechen an dem Abend über einige Persönlichkeiten wie die Autorin Stefanie Zweig, die ihre Kindheit in Leobschütz verbrachte, dann mit ihren Eltern über Kenia ("Nirgendwo in Afrika") nach Frankfurt am Main kam und dort als Journalistin arbeitete, lesen Texte unter anderem aus dem Jahrbuch und stellen weitere Aspekte jüdischen Lebens in Oberschlesien im Bereich der Literatur-, Kultur- und Industriegeschichte vor.

Julia Röttjer M.A. ist Osteuropahistorikerin, Kunsthistorikerin und Politikwissenschaftlerin und beschäftigt sich u.a. mit Geschichtspolitik und Erinnerungskultur in Polen.
Dr. Andrzej Kaluza ist Germanist und Politikwissenschaftler, Pressereferent am Deutschen Polen-Institut.